Wirtschaft

Allianz-Studie: 6.100 Euro Verlust pro Österreicher

Finanzbildungsstudie von Allianz Research: Österreich liegt international gut, Frauen und Junge schneiden deutlich schlechter ab – KI erhöht Selbstsicherheit, nicht Kompetenz

OTSKI-bearbeitet. Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und nicht redaktionell geprüft.
Aussender: Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft
30. Juli 2026

Allianz Research: Österreicher verlieren im Schnitt rund 6.100 Euro durch mangelndes Finanzwissen; nur 22 % erreichen in Österreich ein hohes Niveau.

Die aktuelle Finanzbildungsstudie von Allianz Research zeigt: Finanzkompetenz bleibt in vielen Ländern niedrig – und das hat messbare Folgen für den Vermögensaufbau. Laut Studie entgehen jedem Österreicher im Schnitt rund 6.100 Euro, weil Geld auf dem Sparbuch liegt, statt in höhere Renditen bringende Anlageformen wie Anleihen oder Aktien umgeschichtet zu werden.

Für die Untersuchung wurden mehr als 8.000 Teilnehmer in acht Ländern befragt. Insgesamt erreichten nur 17 % aller Befragten ein hohes Finanzbildungsniveau, während bei ungefähr einem Viertel der Befragten die Finanzbildung als „mangelhaft" eingestuft wurde. In Österreich liegt der Anteil mit hohem Niveau bei 22 %.

Allianz-Finanzbildungsstudie: Kernergebnisse

Die Studie umfasst Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, das Vereinigte Königreich und die USA. Zentrale Zahlen aus der Studie sind:

  • Nur 17 % der Befragten erreichen ein hohes Finanzbildungsniveau.
  • Im internationalen Vergleich liegt das Vereinigte Königreich mit 23 % an der Spitze; Österreich und Deutschland erreichen jeweils 22 %.
  • Schwächere Ergebnisse verzeichnen die USA (13 %) und Frankreich (11 %); Spanien und Italien liegen bei 17 %, Polen bei 15 %.
  • Laut Simulation würde eine Umschichtung der Hälfte der Bankeinlagen in Anleihen und Aktien das nominale Pro-Kopf-Finanzvermögen in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 14 % bis 21 % erhöhen.
  • Für Österreich schätzt die Studie die finanzbildungsbedingte Lücke nach Inflation auf rund 6.100 Euro, was etwa 300 Euro pro Jahr entspricht.

Simulation zur finanzbildungsbedingten Lücke

Die Studie verdeutlicht die finanziellen Konsequenzen mangelnder Finanzbildung anhand einer einfachen Simulation: Hätte man die Hälfte der Bankeinlagen eines durchschnittlichen Haushalts in Anleihen und Aktien umgeschichtet, wären die jährlichen Erträge in allen analysierten Ländern gestiegen. Ohne zusätzliches Sparen hätte eine solche Umschichtung das nominale Pro-Kopf-Finanzvermögen über zwei Jahrzehnte um 14 % bis 21 % erhöht.

Für Österreich ergibt sich daraus laut Studie eine geschätzte Lücke im Vermögensaufbau nach Inflation von rund 6.100 Euro pro Person, das entspricht in der Rechnung etwa 300 Euro jährlich. Diese Zahl leitet die Allianz aus ihrem Modell der Umverteilung von Einlagen in risikobehaftetere, potenziell renditeträchtigere Anlageklassen ab.

Finanzwissen nach Geschlecht, Alter und Bildung

Die Studie nennt deutliche Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen: Frauen, jüngere Befragte und Personen mit geringerer formaler Bildung schneiden nach den Befunden am schlechtesten ab. International erreichen Frauen nur halb so häufig wie Männer ein hohes Finanzbildungsniveau (11 % gegenüber 24 %).

Für Österreich weist die Studie konkrete Werte aus: 14 % der Frauen verfügen über ein hohes Finanzwissen, verglichen mit 30 % der Männer. Beim Altersvergleich erreichen nur 12 % der Generation Z ein hohes Niveau, gegenüber 22 % der Babyboomer; in Österreich liegt der Unterschied bei 13 % versus 29 %. An der Schnittstelle beider Gruppen schneiden Frauen der Generation Z besonders schwach ab (nur 10 % mit hohem Niveau), Babyboomer-Männer stehen mit 29 % am besten da. In Österreich nennt die Studie für Gen Z Frauen 11 % und für Babyboomer-Männer 35 % mit hohem Finanzwissen.

Bildung verstärkt die Unterschiede: Nur 5 % der Befragten mit Pflichtschulabschluss erreichen ein hohes Niveau, verglichen mit 24 % derjenigen mit tertiärer Bildung. In Österreich liegen diese Werte bei 14 % versus 35 %.

KI als Finanzinformationsquelle

Die Studie dokumentiert auch die Rolle künstlicher Intelligenz als neue Informationsquelle: 14 % der Befragten nennen KI als wichtigste Quelle für Finanzberatung, in der Generation Z sind es 26 %. In Österreich geben 10 % der Befragten KI als wichtigste Quelle an, gegenüber 16 % international in der Gen Z.

Gleichzeitig zeigt die Studie eine Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und tatsächlicher Kompetenz: KI-Nutzer sind sich ihres Finanzwissens öfter sicherer (43 % gegenüber 33 % insgesamt; in Österreich 35 % vs. 29 %), sie erreichen aber nicht häufiger ein hohes Niveau als Nicht-Nutzer. Die Allianz schreibt dazu, dass KI den Zugang zu Finanzinformationen erleichtert, gleichzeitig aber eine neue Risikoquelle darstellen kann.

Welche Maßnahmen nennt die Allianz?

Die Studie fordert ein koordiniertes Zusammenspiel von Regierungen, Arbeitgebern und Finanzinstituten, um die Finanzbildungslücke zu schließen. Die Allianz nennt mehrere Ansatzpunkte:

  • Regierungen sollten Finanzbildung stärken und die Altersvorsorgeplanung greifbarer machen.
  • Arbeitgeber können finanzielle Bildung und Beratung am Arbeitsplatz ausbauen.
  • Finanzinstitute sollten den Weg vom Sparen zum Investieren durch einfachere Produkte, hochwertige Beratung und digitale Werkzeuge erleichtern.

Darüber hinaus startet die Allianz laut Aussendung mit der 'School for Life' eine kostenlose digitale Lernplattform für Finanzbildung. Ludovic Subran, Chefvolkswirt und Chief Investment Officer der Allianz SE, wird in der Meldung wie folgt zitiert: „Deshalb startet die Allianz mit der 'School for Life' eine kostenlose digitale Lernplattform für Finanzbildung“. Die Studie betont, dass Finanzbildung über reines Wissen hinausgehen müsse und Menschen befähigen solle, ihre eigenen Kenntnisse realistisch einzuschätzen und zu erkennen, wann professionelle Beratung sinnvoll ist.

Begriffe erklärt

Finanzbildung: Bezeichnet laut Studie Kenntnisse und Fähigkeiten, mit denen Personen Finanzinformationen verstehen, bewerten und Entscheidungen zu Sparen, Investieren und Vorsorge treffen können. Die Studie misst Finanzbildung und ordnet Befragte in Kategorien wie „hoch" oder „mangelhaft" ein.

Sparbuch: In der Studie wird das traditionelle Spareinlagenverhalten (etwa Geld auf dem Sparbuch) als Ausgangspunkt genannt; die Simulation untersucht Effekte, wenn ein Teil dieser Einlagen in Anleihen und Aktien umgeschichtet wird.

Anleihen und Aktien: Beides sind in der Studie verwendete Beispiele für Anlageklassen mit unterschiedlichen Risikoprofilen und potenziell höheren Renditen als klassische Spareinlagen. Die Simulation rechnet mit einer Umschichtung in diese Anlageklassen.

Generation Z und Babyboomer: Generation Z bezeichnet die jüngere Alterskohorte, Babyboomer die älteren Jahrgänge; die Studie vergleicht die Finanzbildungsniveaus dieser Gruppen und nennt Unterschiede in Prozentpunkten.

Künstliche Intelligenz (KI): In der Studie wird KI als neuere Quelle für Finanzinformationen und -beratung beschrieben; Befragte gaben an, KI als wichtigste Finanzberatungsquelle zu nutzen.

FAQ zur Allianz-Finanzbildungsstudie

Wer wurde für die Studie befragt?

Laut Aussendung wurden mehr als 8.000 Personen in acht Ländern befragt: Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA. Die Studie ist damit international angelegt und erlaubt länderübergreifende Vergleiche.

Was bedeutet der Wert von 6.100 Euro für Österreich?

Die Studie schätzt, dass die finanzbildungsbedingte Lücke im Vermögensaufbau für Österreich nach Inflation rund 6.100 Euro pro Person beträgt. Diese Zahl basiert auf einer Simulation, in der die Umschichtung der Hälfte der Bankeinlagen in Anleihen und Aktien über zwei Jahrzehnte betrachtet wurde.

Wie stark sind Unterschiede zwischen Frauen und Männern?

International erreichen Frauen nur halb so häufig wie Männer ein hohes Finanzbildungsniveau (11 % vs. 24 %). In Österreich nennt die Studie 14 % der Frauen mit hohem Finanzwissen gegenüber 30 % der Männer.

Welche Rolle spielt KI laut Studie?

KI wird von einem wachsenden Teil der Befragten als wichtigste Finanzberatungsquelle genannt (14 % insgesamt, 26 % in der Generation Z). Die Studie stellt fest, dass KI-Nutzer sich ihres Wissens öfter sicherer fühlen, aber nicht häufiger ein hohes Finanzbildungsniveau erreichen.

Welche Handlungsempfehlungen nennt die Allianz?

Die Allianz spricht sich in der Aussendung für ein koordiniertes Vorgehen von Regierungen, Arbeitgebern und Finanzinstituten aus und verweist auf die eigene, kostenlose Lernplattform 'School for Life' als ein Instrument zur Stärkung der Finanzbildung.

Wo kann die Studie eingesehen werden?

Die vollständige Studie und weiterführende Materialien nennt die Allianz auf ihren Economic Research-Seiten. In der Aussendung wird auf die Allianz Economic Research-Website verwiesen.

Quellen und Kontakt

Quelle: Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft, Finanzbildungsstudie von Allianz Research. Die Studie betrifft Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA.

Kontakt: Therese Sterniczky, Telefon: +43 676 366 83 16, E-Mail: t.sterniczky[at]eup.at, Website:

Weitere Informationen und die vollständige Studie: Economic Research | Allianz

Informationen zur kostenlosen Lernplattform: Allianz School For Life | Home

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Grundlage: Presseaussendung von Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at

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