Österreichs Motorsportszene erlebt einen wahren Boom: 3.451 Lizenzen wurden 2025 von der Austrian Motorsport Federation (AMF) vergeben – ein Zeichen für die anhaltende Beliebtheit des Motorsports im Land.
Österreichs Motorsportszene verzeichnete 2025 insgesamt 3.451 ausgestellte Lizenzen durch die Austrian Motorsport Federation (AMF). Bereits bis Mitte März 2026 waren rund 1.400 Lizenzen ausgestellt worden; im Kalender der AMF für 2026 stehen 115 Veranstaltungen.
Die AMF vergibt Lizenzen in den Sparten Auto, Motorrad und Kart sowohl für ein Jahr als auch für einzelne Veranstaltungen. Im Jahr 2025 entfielen davon 1.209 Jahreslizenzen für Auto, 565 Jahreslizenzen für Motorrad und 131 Jahreslizenzen für Kart; außerdem wurden 420 Tageslizenzen, 862 RaceCards, 131 Lizenzen für Bewerber:innen und 133 FIM-Lizenzen ausgestellt.
Für 2026 stellt die AMF 120 ehrenamtliche Scrutineers (technische Kommissare) sowie 45 ehrenamtliche Stewards (Sportkommissare). Die Scrutineers prüfen vor und während einer Veranstaltung die Fahrzeuge, die Sicherheitsausrüstung der Fahrer:innen und überwachen die Einhaltung der technischen Bestimmungen. Die Stewards überwachen die Einhaltung des sportlichen Reglements und verhängen Strafen bei Verstößen.
Sicherheit ist für Fahrer:innen und Publikum gleich wichtig. Zu den bekannten Motorsport-Veranstaltungen in Österreich zählen internationale Großevents wie der Formel 1 Grand Prix und die MotoGP mit traditionell mehreren hunderttausend Zuschauern. Auch Veranstaltungen wie die DTM, das Rechbergrennen und die Jännerrallye bringen zahlreiche Motorsport-Fans aus dem In- und Ausland in die jeweiligen Regionen; laut AMF führt dies oft zu hoher Auslastung in der näheren Umgebung und damit zu regionaler Wertschöpfung.
Die AMF nennt Maßnahmen wie ein modernes Veranstaltungsmanagement mit professionellem An- und Abreisemanagement des Publikums mit Shuttles sowie die Verwendung von alternativen Kraftstoffen und Antrieben bei Rennfahrzeugen als Schritte, die den ökologischen Fußabdruck von Motorsport-Events verringern sollen.
Die AMF ist die österreichische Vertretung des Motorsports in den Weltverbänden FIA und FIM sowie im Europaverband FIME. Sie regelt den Motorsport in Österreich, koordiniert den Motorsportkalender, die Fachkommissionen für die einzelnen Disziplinen sowie die Ausbildung und Einsätze von Offiziellen wie Scrutineers und Stewards. Die AMF ist außerdem für die Vergabe von Lizenzen für Fahrer und Veranstalter zuständig und beteiligt sich an Fragen zur Sicherheit von Rennstrecken.