Heinz Oberhummer Award und exklusive Backstage-Führungen am 24. April
Das Naturhistorische Museum Wien lädt zur kostenlosen Forschungsnacht mit Science-Slams, Laborführungen und Preisverleihung ein.
Am Freitag, dem 24. April 2026, verwandelt sich das Naturhistorische Museum Wien wieder in ein lebendiges Forschungszentrum. Von 17:00 bis 23:00 Uhr können Besucher bei freiem Eintritt hautnah erleben, wie eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Österreichs arbeitet. Höhepunkt des Abends ist die Verleihung des renommierten "Heinz Oberhummer Awards für Wissenschaftskommunikation 2026".
Das NHM Wien beherbergt normalerweise 30 Millionen Objekte, die größtenteils für die Öffentlichkeit unsichtbar in den Sammlungen wissenschaftlich betreut und erforscht werden. Die Lange Nacht der Forschung bietet eine seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die hochmodernen Forschungslaboratorien zu erkunden.
"Forschung ist mehr als das, was in den Ausstellungsräumen zu sehen ist", betont Generaldirektorin Katrin Vohland. "Wir möchten zeigen, wie vielfältig und spannend die tägliche Arbeit unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist."
Der Abend startet um 17:30 Uhr mit einer Science Show speziell für Kinder, moderiert von Bernhard Weingartner. Anschließend übernimmt Karina Grömer, die österreichische Science-Slam-Staatsmeisterin 2020, die Bühne. Sie präsentiert ihren Beitrag "Hallstattzeitliches It-Girl mit Soundeffekt und Social Distancing in der Bronzezeit" - eine unterhaltsame Reise in die Vergangenheit mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Martin Kapun, Bioinformatiker und selbsternannter "Herr der Fliegen", widmet sich der faszinierenden Beziehung zwischen Fruchtfliege und Mensch. Seine Forschung zeigt, wie diese kleinen Insekten wichtige Erkenntnisse über menschliche Migration, Ernährung und sogar politische Grenzen liefern können.
Um 19:00 Uhr begrüßen prominente Gäste aus der Politik die Besucher: Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, Sektionsleiterin Henriette Spyra (in Vertretung von Bundesminister Peter Hanke), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (in Vertretung von Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer) und NHM-Generaldirektorin Katrin Vohland eröffnen offiziell den Abend.
Der Heinz Oberhummer Award 2026 geht an die britische Schriftstellerin, Komikerin und Radio- und Fernsehmoderatorin Sandi Toksvig. Die Auszeichnung würdigt ihre hervorragenden Leistungen in der Wissenschaftskommunikation. Die Science Busters werden den Preis in einer feierlichen Zeremonie überreichen.
Für besonders Interessierte bietet das Museum mehrmals am Abend geführte Touren durch normalerweise nicht zugängliche Bereiche an. Die Führungen sind auf maximal 15 Personen begrenzt und dauern etwa 50 Minuten.
Der österreichische Fotokünstler Gregor Sailer nimmt Besucher mit auf eine visuelle Reise in das "Schlaraffenland der Zukunft". Seine Ausstellung "Cockaigne" zeigt futuristisch anmutende Produktionsstätten von Nahrungsmitteln und wirft Fragen über die Zukunft unserer Ernährung auf.
Sailer führt persönlich durch seine Ausstellung und erklärt die Verbindungen zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft. Begleitende Stationen, die von NHM-Forschern betreut werden, spannen den Bogen vom Essen in der Hallstattzeit bis hin zu Future Food.
Verschiedene Stationen in der Schausammlung laden zum Mitmachen ein:
Den Abschluss des Programms bildet ein Science Slam der Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG). Wissenschaftler präsentieren ihre Projekte in unterhaltsamer Form, und das Publikum darf über die überzeugendste Präsentation abstimmen. Moderiert wird der Slam von Bernhard Weingartner.
Auch die pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm auf dem Gelände des alten AKH öffnet ihre Türen. Die über 200 Jahre alte Sammlung dient der Dokumentation und Erforschung von Krankheiten. Besucher können sowohl die modern gestalteten Ausstellungsräume im Erdgeschoss als auch die normalerweise nur unter Aufsicht betretbare Studiensammlung besichtigen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) statt.
Die Lange Nacht der Forschung 2026 im NHM Wien verspricht einen informativen und unterhaltsamen Abend für die ganze Familie. Der freie Eintritt macht Wissenschaft für alle zugänglich und zeigt, wie spannend Forschung sein kann, wenn sie verständlich vermittelt wird.